#3 Proaktivität

Nothing will work unless you do.

Unter Proaktivität verstehen wir, die ultimative Kontrolle des eigenen Tuns. Anstatt auf externe Impulse zu warten und dann darauf zu reagieren, wollen wir unser Leben durch Eigeninitiative bewusst steuern. Das benötigt neben einem Sinn für Eigenverantwortung auch Mut und Durchhaltevermögen. Verallgemeinert könnte man von zwei Typen des Arbeitsverhaltens sprechen:

Typ 1

Stellen wir uns vor Sie wohnen in einem kleinen Dorf. Es gibt keinen Brunnen und das Wasser muss von einem kleinen Teich geholt werden, der sich ein paar Kilometer weiter befindet. Der erste Typ Arbeiter, nennen wir ihn einfach Typ 1, zieht also los, einen Kübel in jeder Hand und beginnt das Wasser zum Dorf zu tragen.

Er kommt zurück und hat Wasser für ca. 20 Menschen mit. Er verteilt es unter den Dorfbewohnern und nimmt ein bisschen etwas davon für sich und seine Familie mit nach Hause. Am nächsten Tag steht er auf und macht dasselbe wieder. Am Tag danach wieder und am darauffolgenden wieder. Immer wenn er zum Teich geht, haben Typ 1 und 20 andere Dorfbewohner Wasser.

Typ 2

Typ 2 auf der anderen Seite ist es egal was sein „fairer“ Anteil am Wasser ist. Er schnappt sich statt dem Kübel eine Schaufel und beginnt einen Graben vom See bis zum Dorf zu graben.

Einige Dorfbewohner sind enttäuscht, weil er wochenlang ohne Wasser von der Arbeit zurückkommt. Er wird sogar öffentlich dafür angefeindet „nichts gescheites“ wie Typ 1 zu machen. Einige der Dorfältesten vertrauen ihm aber und bringen ihn mit etwas Essen und Trinken über die Runden. Eines Tages spaziert Typ 2 mit einem zufriedenen Grinsen ins Dorf zurück und hinter ihm beginnt ein kleiner Strom an frischem, laufendem Wasser zu fließen. Er löst damit nicht nur das Problem für das gesamte Dorf (statt 20 Dorfbewohnern), er löst es auch für immer (statt für nur einen Tag) und beendet von heute auf morgen die Wasserträger-Karriere von Typ 1.

Die Moral der Geschichte

„not all sweat creates equal value“

Anstatt sich für den „normalen“ Weg des Wassertragens zu entscheiden, hat Typ 2 sein Schicksal selbst in die Hand genommen.

So sehen unsere Sub-Werte zu „Proaktivität“ aus. Sie alle lassen sich eigentlich durch das Beispiel recht gut beschreiben:

Du bist vorbereitet

Typ 2 weiß über seine Umwelt Bescheid. Er hat den See gesehen, er weiß wo der beste Weg für einen Kanal liegt, er hat eine Vorstellung wie lange er für das Unterfangen brauchen wird und er hat es geschafft die Dorfältesten auf seine Seite zu holen, um während des Unterfangens nicht zu verdursten.  

Du hinterfragst den Status quo

Bisher wurde Wasser immer Kübel für Kübel geholt. Die Eltern von Typ 1 haben es so gemacht, ihre Eltern auch und deren Eltern auch. Warum sollte man also etwas ändern? Weil der Status Quo eben nicht immer die beste Lösung ist. Typ 2 hat sich nicht vom Status Quo einlullen lassen, sondern hat ihn hinterfragt.

Du übernimmst Verantwortung, um uns den gemeinsamen Zielen näherzubringen

Typ 2 hat entgegen jedes Abraten und entgegen jeder Konvention zu graben begonnen. Nicht ein bisschen, nicht zur Hälfte, sondern solange bis tatsächlich Ergebnisse da waren – das bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen (Mic-Drop!).

Du baust Flüsse, anstatt das Wasser Kübel für Kübel zu holen

Ziemlich selbsterklärend.

Du übertriffst Erwartungen

Das Dorf wollte Wasser. Statt einem Kübel voll Wasser hat es einen Fluss voll Wasser bekommen => Erwartungen übertroffen!

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